Falsch geparkte Fahrzeuge behindern häufig Fußgänger*innen, Menschen mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl sowie fahrradfahrende Kinder (diese müssen bis zum 8. Lebensjahr den Gehweg zum Radfahren benutzen, bzw. dürfen ihn bis zum 10. Lebensjahr nutzen).
Deshalb setzen wir uns für eine wirksame Verkehrsüberwachung ein, die vor allem die Verkehrssicherheit von „schwächeren“ Verkehrsteilnehmern verbessert.
In der Gemeinderatssitzung wurde über die Schaffung einer eigenen Stelle eines Verkehrsüberwachers beraten (Antrag der GfK-Fraktion).
Nach sorgfältiger Abwägung haben wir uns gegen diese zusätzliche Stelle bei der Gemeinde ausgesprochen. Aus unserer Sicht kann die kommunale Verkehrsüberwachung diese Aufgabe derzeit flexibler und wirtschaftlicher übernehmen.
Als Alternative haben wir angeregt, zeitlich befristete Schwerpunktkontrollen nach dem Vorbild des „Blitzermarathons“ durchzuführen. Ziel eines solchen „Knöllchenmarathons“ wäre nicht, mehr Bußgelder einzunehmen, sondern für die entstehenden Gefährdungen durch Falschparken zu sensibilisieren. Begleitende Information und Aufklärung sind dabei für uns ebenso wichtig wie die Kontrollen selbst.

Für uns bleibt klar: Mehr Rücksicht und sichere Wege für alle Verkehrsteilnehmenden müssen im Mittelpunkt stehen.

Es gibt hier in Kleinostheim einen „Hotspot“, der bei der Aufnahme der Verkehrsproblematik schlichtweg unerwähnt bleibt: unser Bahnhof bzw. das Pendlerparken, bevorzugt in der Bahnhofstraße und der Alten Poststraße, und auch in den Nebenstraßen: Von Montags bis Donnerstags ist es unmöglich in der Zeit von 6 bis 19 Uhr vor seinem eigenen Haus zu parken. Dort parken nämlich bereits PKWs aus Aschaffenburg, Dieburg, Miltenberg und sogar Frankfurt. Klein-Lastwagen und sogar LKW’s waren auch schon dabei.
Was die Verkehrsüberwachung betrifft: diese ist hier in der Bahnhofstraße überhaupt nicht sichtbar. Sehr oft parken Fahrzeuge auf dem Bürgersteig, in keinem Fall ist ein solches Vorgehen bisher geahndet worden. Weil es eben diese Überwachung de facto gar nicht gibt. Lt. Herrn Neßwald kostet eine stärkere Kontrolle der Gemeinde aber zu viel Geld, so „verursache die Überwachung des ruhenden Verkehrs bereits jetzt erhebliche Defizite. 7500 EUR habe die Gemeinde 2024 draufgelegt…“ (Main-Echo 30.4.26). Weniger Kopfschmerzen hat er hingegen mit dem maximalen Satz seiner Aufwandsentschädigung, die ihm monatlich zusätzlich zum regulären Gehalt gewährt wird. Schade, mir wäre eine andere Priorität lieber gewesen…