Am Mittwoch werden wieder Anträge zum Thema Verkehrssicherheit beraten. Unsere Befürchtung: es wird nicht angegagen.
Die Sicherheit auf unseren Straßen – insbesondere für Kinder, Senior*innen sowie alle Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind – muss in Kleinostheim höchste Priorität haben.
Wir GRÜNE bringen deshalb seit Jahren immer wieder konkrete Vorschläge und Anträge ein, um Gefahrenstellen zu entschärfen und die Verkehrssicherheit zu verbessern. Erfreulicherweise werden ähnliche Anliegen auch von anderen Fraktionen aufgegriffen. So hatte zuletzt die CSU weitere dringend benötigte Fußgängerüberwege über die B8 beantragt (dies wir u.a. in der Gemeinderatssitzung am Mi. 1. Juli behandelt).
Auch wir haben in den vergangenen Monaten mehrere Maßnahmen angeregt: Dazu gehören die
- Verlängerung des streckenbezogenen Tempo-30-Bereichs auf der Goethestraße bis zur Carl-Gördeler-Straße
- sowie eine entsprechende Regelung im Bereich des Kids-Campus.
Gerade an der Carl-Gördeler-Straße endet ein einseitiger Fuß- und Radweg. Die notwendige Querung der Goethestraße kann dort zu gefährlichen Situationen führen.
Darüber hinaus haben wir einen Zebrastreifen für den Schulweg von der Kardinal-Faulhaber-Straße über die Hörsteiner Straße in Richtung Schule beantragt.
Auch aus der Bürgerschaft kommen immer wieder wichtige Hinweise: Aktuell wurde erneut angeregt, an unübersichtlichen Rechts-vor-Links-Kreuzungen sogenannte „Haifischzähne“ auf der Fahrbahn anzubringen, um die Vorfahrtsregelung besser sichtbar zu machen (auch das wird in der GR-Situng am 1.7. beraten).
Ein ähnlicher Vorschlag wurde bereits im vergangenen Jahr eingereicht im Rahmen der quartalsmäßigen Bürgerfragestunde.
Neu sind diese Themen allerdings nicht. Bereits 2013 und 2014 wurden in der „Verkehrswerkstatt“ gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Fachleuten zahlreiche Probleme analysiert und konkrete Lösungsvorschläge erarbeitet.
Viele der damals identifizierten Maßnahmen sind aus unserer Sicht bis heute nicht oder nur teilweise umgesetzt worden.
Die aktuellen Anträge aus den Fraktionen und die vielen Gespräche mit Bürger*innen zeigen deutlich: Es besteht weiterhin Handlungsbedarf.
Leider erleben wir immer wieder, dass dringend notwendige Maßnahmen aufgeschoben werden. Als Begründung wird regelmäßig auf fehlende personelle Kapazitäten verwiesen. Tatsächlich gibt es in diesem Bereich aktuell eine offene Stelle, die möglichst bald besetzt werden sollte. Dennoch sind wir der Auffassung, dass wichtige Verbesserungen nicht weiter auf die lange Bank geschoben werden dürfen.
Das seit 2019 erarbeitete Verkehrskonzept enthält bereits viele sinnvolle Ansätze und Maßnahmen.
Umso wichtiger ist es jetzt, nicht auf dieses zu warten, sondern endlich umzusetzen. Viele Verbesserungen könnten bereits heute für mehr Sicherheit und Lebensqualität in Kleinostheim sorgen.
Wer sich näher informieren möchte, dem empfehlen wir die Gemeinderatssitzung am Mittwoch, den 1. Juli, um 19 Uhr im Sitzungssaal des Hörnig-Hauses (Industriestraße 8, 2. Obergeschoss). Dort werden einige o.g. Themen auf der Tagesordnung stehen.

Olav Dornberg,
Ortsverband-Sprecher, Gemeinderatsmitglied (seit 1.5.2026)
olav.dornberg@gruene-kleinostheim.de
