Kleinostheim weiter auf dem Weg zur Fairtrade-Gemeinde

Das Projekt „Kleinostheim wird Fairtrade-Town“ wird weitergeführt. Im Hauptverwaltungsausschuss am 10. Mai stimmten Grüne, SPD und CSU gegen den Antrag der Gemeindeverwaltung, die Teilnahme am Projekt Fairtrade-Town zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht weiter zu verfolgen.

Steuerungsgruppe kann gebildet werden

Im Juni 2020 und im Juli 2021 hatte der Ausschuss den Anträgen von CSU und Verwaltung zugestimmt, an der Kampagne teilzunehmen und die Auszeichnung als Fairtrade-Town anzustreben. Damit wurde das erste von fünf geforderten Kriterien für die Auszeichnung als Fairtrade-Town erfüllt: der Ratsbeschluss.

Das zweite Kriterium, die Bildung einer Steuerungsgruppe, kann nun umgesetzt werden. Die Steuerungsgruppe hat die Aufgabe, die weiteren Kriterien zu koordinieren: Fairtrade-Produkte im Einzelhandel und in Restaurants nachzuweisen, die Zivilgesellschaft (Schule, Vereine und Kirchen) zu beteiligen und Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben.

Schule entlasten

Mitglied in der Steuerungsgruppe muss auch ein/e Vertreter*in der Zivilgesellschaft sein, die das Thema Bildung abdeckt. Das muss nach Auskunft der Koordinator*innen von Fairtrade nicht zwingend ein/e Vertreter*in der örtlichen Schule sein. Möglich ist auch, jemanden aus Verein, Kirche oder Eine-Welt-Laden zu benennen. Die Steuerungsgruppe sammelt Ideen und motiviert öffentliche Einrichtungen, unter anderem auch die Schule, Informations- und Bildungsaktivitäten zu fairem Handel umzusetzen. Das könnte der Besuch einer Schulklasse im Eine-Welt-Laden sein oder auch ein Vortrag in der Schule selbst. Damit würde die Schule mit dem Projekt nicht zusätzlich stark belastet.

Fairtrade-Towns

Fairtrade-Towns fördern gezielt den fairen Handel auf kommunaler Ebene. Die Engagierten sind Menschen, die etwas zum Positiven verändern möchten. Die Kampagne bietet einen Startschuss für ein faires, nachhaltiges Engagement in der Kommune, für die Übernahme sozialer Verantwortung und nicht zuletzt für die Positionierung als innovative und weltoffene Kommune mit Vorbildcharakter. Diese Chance können wir mit dem Ausschussbeschluss nun ergreifen.

Mehr Infos zur Kampagne Faitrade-Towns unter www.fairtrade-towns.de

Carla Diehl, Gemeinderätin, Sprecherin des OV
carla.diehl@gruene-kleinostheim.de


Beispiel: Fair-Trade Gemeinde Karlstein

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