„Der Klimawandel kennt keine Ferien“ … so war einer unserer letzten Beiträge überschrieben.
Und tatsächlich haben wir das in den vergangenen Wochen alle deutlich gespürt: Hitze, Trockenheit und Wasserknappheit waren die Schlagzeilen. Wir haben die Auswirkungen am eigenen Leib erlebt – bei der Arbeit, im Alltag, aber auch beim Spaziergang durch Wald und Flur.

Die anhaltende Trockenheit hat zudem die Gefahr von Waldbränden erheblich erhöht. Auch bei uns in der Region mussten Feuerwehren und viele Helfer*innen ausrücken, um Brände zu bekämpfen.
Dafür möchten wir uns ganz herzlich bei allen Einsatzkräften bedanken. Mit großem Können, Mut und beeindruckender Einsatzbereitschaft haben sie gegen die Waldbrände gekämpft und damit Schlimmeres verhindert.
Unsere Anregung vom 22.07. zum Erlass einer Allgemeinverfügung zur Verhütung von Bränden (nach dem Vorbild von Goldbach) wurde sofort aufgegriffen und umgesetzt – vielen Dank dafür ! Auch die zusätzlich aufgestellten Warnschilder im Wald sind eine gute und wichtige Maßnahme.
Sie erinnern hoffentlich auch die Letzten daran, in Zeiten großer Trockenheit besonders sorgsam und vorsichtig zu sein. Denn Waldbrände entstehen durch kleine Unachtsamkeiten und haben verheerende Folgen.
Deshalb gilt ganz grundsätzlich: Kippen gehören in den Taschenaschenbecher – nicht auf den Boden und schon gar nicht in die Natur.

Klimaschutz ist eine Investition in unsere Zukunft
Was bleibt von diesem Sommer? Vor allem die Erkenntnis, dass sich eine Aussage immer wieder bestätigt: Unterlassener Klimaschutz verursacht immense Schäden und extreme Kosten.
Ja, Klimaschutz kostet Geld. Aber kein Klimaschutz kostet noch viel mehr!

Hinzu kommen die Kosten für notwendige Anpassungsmaßnahmen – etwa für Hitzeschutz an Schulen, in Pflegeeinrichtungen oder im öffentlichen Raum.
Gerade jetzt wird deutlich, wie wichtig eine vorausschauende Planung ist. Die aufwendig und teuer umgestaltete Fläche des Pausenhofs der alten Brentanoschule wirkt angesichts der aktuellen Hitzebelastung wie aus der Zeit gefallen.
Wir haben dort bereits sehr hohe Bodentemperaturen gemessen. Statt ein kühlender und angenehmer Aufenthaltsort zu sein, entwickelt sich der Bereich zur Hitzeinsel.
Die Ortsgruppe des BUND Naturschutz, die SPD und auch wir GRÜNE haben auf diese Problematik rechtzeitig hingewiesen – leider ohne Erfolg.
Hinweis: siehe hierzu auch der Beitrag im Main-Echo „70 Grad in der Pausenhof-Wüste“:
https://www.main-echo.de/region/stadt-kreis-aschaffenburg/70-grad-in-der-pausenhof-wueste-art-8775067
Was können wir daraus lernen?
Wir müssen auch vor Ort stärker auf wissenschaftliche Erkenntnisse setzen und uns an erfolgreichen Beispielen aus anderen Kommunen und Regionen orientieren. Wir müssen das Rad nicht neu erfinden. Es gibt bereits viele gute Lösungen für klimaangepasste Orte.
Wir sollten deshalb zeitgemäß, vorausschauend und zukunftsorientiert investieren und handeln.
Denn die Klimaanpassung (z. B. Kühlung von Schulen und Pfegeeinrichtung, etc.) werden viel Geld kosten!

