Neues Beleuchtungskonzept für Kleinostheims Straßen

Künftig wird das Thema Lichtverschmutzung uns intensiver Beschäftigen. Frankreich ist hier schon seit Jahren dran an diesem Thema, aber auch in Deutschland gibt es Vorreiter-Regionen.
Deshalb sollten wir uns bei Investitionen das immer mit berücksichtitgt werden.

So war die Straßenbeleuchtung im neuen Gewerbegebiet an der A3 am Di. 22.11.22 auf der Tagesordnung im Bauasschuss. Im vorgehenden Bauausschluss wurde der standardmäßigen Auftragsvergabe der Straßenbeleuchtung mit 4:4 nicht genehmigt, da wie zu oft die Zukunft nicht mitgedacht wurde.

CSU, SPD und Grüne wünschten sich ein zukunftsgerichtetes Straßenbeleuchtungkonzept, in dem sich Gedanken über Energiesparen, Ressourcenschonung und Lichtverschmutzung gemacht werden.

Grüne, CSU und SPD schlugen vor, die Verwendung von Solarlampen mit Akkus zu prüfen, bzw. sich mit anbieten zu lassen (wie z. B. in der Gemeinde Fuchstal, die alle 3 Fraktionen zusammen besuchten) sowie Möglichkeiten smarter Steuerung (differenzierte Zeitsteuerung zur Lichtabsenkung/Lichtabschaltung, Sensorik/Bewegungsmelder).

Wir GRÜNE haben den besonderen Augenmerk auf Lichtsparsamkeit: das spart nicht nur Energie, sondern ist gut für die Artenvielfalt und für uns Menschen.

Das Unternehmen Süwag (die bei uns die Lichtkonzession haben und somit alleiniger Ansprechpartner, bzw. Lieferant sind) sowie der Bürgermeister weisen auf eine mögliches Haftungsproblematik hin, sollte nicht nach DIN-Norm belechtet werden.
Da dies ein typisches Schein-Argument gegen zeitgemäße Lichtschutzkonzepte ist, hier einige Infos hierzu:

https://www.br.de/nachrichten/bayern/lichtverschmutzung-muessen-strassenlampen-nachts-brennen,Sa1VhoN

Die Kommunen selbst sind es, die sich eine (mehr oder minder pauschale) Beleuchtungspflicht zuschreiben. Daher gleich vorweg:
Was Gemeinden und Städte hier als solchen Zugzwang verspüren, ist ein Symptom, das notorisch ohne realen (juristischen) Befund ist.
https://www.paten-der-nacht.de/strassenbeleuchtungspflicht/

Gerade aktuell liest man von vielen Gemeinden und Städten, die nachts das Licht größtenteil ausschalten oder zumindest deutlich reduzieren und herabdimmen. Speziell die Region um Fulda ist dafür schon seit langer Zeit bekannt. Aber auch in Frankreich wird das Thema Lichtverschmutzung schon seit Jahren angepackt.

Neben der Region Fulda ist man auf der Schwäbischen-Alb auch sehr aktiv:
https://www.sternenpark-schwaebische-alb.de/

Anmerkung hierzu: in der Gemeinde Karstein wurde von Seiten der CSU ein Vortrag der Lichtschutzbeauftragten des Landkreises Fulda, Sabine Frank, angeboten. Wir finden es sehr lobenswert, dass dieser beeindruckende Vortrag von allen Fraktionen und auch Kommunalpolitiker*inne aus dem Landkreis besucht wurde (wir waren natürlich auch mit dabei) und die Gemeinde Karlstein hierzu auch eine detaillierte Zusammenfassung auf deren Homepage gestellt hat:
https://www.karlstein.de/lichtverschmutzung

Olav Dornberg, Beauftragter für Social Media und Homepage
olav.dornberg@gruene-kleinostheim.de

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