Too Hot – zu viel Hitze? Was können wir lernen?

Die Sommer werden heißer – auch in Kleinostheim. Deshalb sollten wir heute darüber nachdenken, wie wir unseren Ort so gestalten, dass er auch bei zunehmender Hitze lebenswert bleibt.

„Too Hot“ – „zu heiß“: So heißt eine aktuelle Ausstellung des Deutschen Architekturmuseums in Frankfurt*. Sie beschäftigt sich mit einer Frage, die längst nicht mehr nur große Städte betrifft: Wie können unsere Städte und Gemeinden mit zunehmender Hitze, Trockenheit und Starkregen umgehen?
Die Ausstellung zeigt Beispiele aus europäischen Städten und macht deutlich: Es gibt längst konkrete Lösungen. Mehr Bäume und Grün, weniger versiegelte Flächen, ein besserer Umgang mit Regenwasser, schattige öffentliche Räume und eine Stadtplanung, die die Folgen des Klimawandels von Anfang an berücksichtigt.

Das klingt zunächst selbstverständlich. Und doch zeigt gerade ein aktuelles Beispiel in Kleinostheim, wie wichtig es ist, solche Fragen bereits bei der Planung zu stellen.

Der Pausenhof der alten Brentanoschule – eine verpasste Chance?

Der neu beziehungsweise umgestaltete Pausenhof an der alten Brentanoschule ist heute von einem hohen Anteil versiegelter Flächen geprägt. Gerade ein multifunktionaler Schulhof – geplant fur alle Generationen als Wohlfühl-Oase – sollte eigentlich ein Ort sein, an dem Kinder spielen und sich bewegen, der ein Treffpunkt für alle Generationen ist – und an dem man zugleich vor sommerlicher Hitze geschützt sind.

Doch große befestigte Flächen heizen sich an heißen Tagen erheblich auf. Sie speichern die Wärme und geben sie noch lange nach Sonnenuntergang wieder ab. Gleichzeitig kann Regenwasser auf solchen Flächen kaum versickern. (siehe auch Main-Echo vom 29.08.26 „70 Grad in der Pausenhof-Wüste“, https://www.main-echo.de/region/stadt-kreis-aschaffenburg/70-grad-in-der-pausenhof-wueste-art-8775067).

Das ist genau die Art von Situation, bei der sich die Frage stellt: Hätten wir diesen Ort nicht von Anfang an anders planen können?
Mehr Bäume, Schatten spendende Begrünung, entsiegelte Bereiche, und geeignete Pflanzflächen hätten nicht nur einen Beitrag zur Klimaanpassung geleistet. Sie hätten den Pausenhof möglicherweise auch zu einem attraktiveren und abwechslungsreicheren Aufenthaltsort für alle gemacht.
Postiv hervorzuheben ist allerdings die Umsetzung der durch uns beantragten Regenwasserzisterne.

*im Herbst werden wir einen Ausflug zur Ausstellung „Too Hot“ nach Frankfurt oganisieren. Interessierte können sich gerne bei uns melden.
Infos zur Ausstellung und zu laufenden Veranstaltungen: https://dam-online.de/veranstaltung/too-hot/

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