In der letzten Gemeinderatssitzung erkundigten wir uns nach dem aktuellen Stand des Glasfaserausbaus in der Waldstadt und in Gewerbegebieten. Leider erhielten wir keine konkreten Informationen.
Besonders irritierend war die Nachfrage zum Gewerbegebiet Mitte: Der Gewerbeverein „Schaufenster“ hatte ganz engagiert eine Nachfragebündelung initiiert und den ermittelten Bedarf der Unternehmen dem Bürgermeister bereits am 6.11.25 übermittelt.
Dennoch konnte er von keinen eigenen Aktivitäten in dieser Angelegenheit berichten. Jetzt werden wir einen Antrag stellen, damit Bewegung in diese wichtige Thematik kommt.

Olav Dornberg,
Ortsverband-Sprecher, Beauftragter für Social Media und Homepage
olav.dornberg@gruene-kleinostheim.de
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Antrag:
Beauftragung einer Machbarkeitsstudie für die Verlegung von Glasfaserkabel in den Gewerbegebieten Kleinostheims
Beschlussvorschlag:
Die Gemeindeverwaltung wird beauftragt, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben, die den Bedarf, die Kosten und die Ertragsmöglichkeiten einer Verlegung von Glasfaser in den Gewerbegebieten Kleinostheims ermittelt. Diese Machbarkeitsstudie soll mit verlässlichen Informationen die Voraussetzungen schaffen, im Gemeinderat eine Entscheidung zur Verlegung von Glasfaserkabeln in den Gewerbegebieten zu treffen und damit die Zukunft Kleinostheims als attraktiven Industrie- und Gewerbestandort abzusichern.
Für die Machbarkeitsstudie sollte eine entsprechende Summe in den haushalt aufgenommen werden.
Begründung:
Die künftigen Steuereinnahmen von Kleinostheim basieren auf der Attraktivität des Standorts, der neben den guten Verkehrsanbindungen immer mehr auch eine exzellente Internetanbindung erfordert: Industrie und Dienstleistungen benötigen heutzutage und noch mehr in der Zukunft eine verlässliche und schnelle Vernetzung mit der Welt. Glasfaserkabel mit ihrem hohen und schnellen Übertragungsraten werden den zukünftigen Industriestandard darstellen, auf dem Hardware, Software und Prozesse aufsetzen.
Kleinostheim kann es sich nicht leisten, diesen Standard seinen Gewerbesteuerzahlenden vorzuenthalten und muss aktiv dort investieren, wo die aktuelle Verlegungsinitiative der Telekom weiße Flecken auf der Landkarte Kleinostheims hinterlässt – den Gewerbegebieten Mitte sowie andere nicht angeschlossene Gewerbegebiete.
Eine Machbarkeitsstudie soll vier Fragen beantworten:
• Den heutigen und zukünftigen Glasfaserbedarf der Gewerbe darstellen und konkretisieren
• Die Investitionskosten für ein eigenes Glasfasernetz der Gemeinde Kleinostheims in den Gewerbegebieten zu ermitteln
• Die Fördermöglichkeiten aufzeigen, die die Investitionskosten verringern könnten (z.B. Gigabit 2.0.) inklusive evtl. zeitlichem Handlungsdruck durch befristete Förderoptionen
• Ein Betreibermodell skizzieren, welches auch für die Gemeinde dauerhafte Einnahmen ermöglicht
Wir bitten Sie, unserem Antrag zuzustimmen.

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