Vorentwurfs-Planung zum Neubau Kinderkrippe „… und täglich grüßt das Murmeltier“

Nach der ersten planerischen Überlegung zur Kinderkrippe im Dezember 2018 stellte Architekt Bernd Müller in der Sitzung des Bau-, Verkehrs- und Umweltausschusses am 18. März eine Vorentwurfsplanung vor.

Die Ausführung des Gebäudes (Flachbau mit Mittelgang, erhöhtes Mittelgangdach mit Tageslichteintritt, Kfz-freundliche Andienung der Kinder über „kiss & ride Parkplätze“ direkt vor dem Eingang, Parkplätze und – nicht zu vergessen – die Nutzung des restlichen Außengeländes für den Spielbereich) wurde dem Ausschuss in verschiedenen Ansichten vorgestellt. Wie es zu diesem einen Entwurf kam und ob es dazu bereits mehrere Planungsvarianten gab, wurde allerdings nicht erklärt.

Unverständlich ist, dass der unbekannte architektonische Vorentwurf für alle Ausschussmitglieder sehr kurzfristig und erst in dieser Sitzung vorgelegt wurde. Obwohl Architekt Müller selbst zu dem Entwurf Rede und Antwort stand, war eine kritische Auseinandersetzung deshalb nicht zu erwarten. Spontane Fragen wie zur Gebäudehöhe, Brandschutz, anderweitiger Nutzung und auch nach einer möglichen Gebäudeerhöhung wurden gestellt und beantwortet.

Grundsätzlich ist zu fragen, ob eine vorbereitete und qualifizierte Diskussion über entscheidende Inhalte innerhalb des Ausschusses überhaupt gewollt ist? Oder ob, wie im Protokoll der Ausschusssitzung vom 3. Dezember 2018 zur ersten planerischen Überlegung, wieder nur die Kenntnisnahme dokumentiert wird? Oder wird eine Auseinandersetzung wegen des engen Zeitraums bis zur Fertigstellung und der aktuell hohen Auslastung der Baufirmen vermieden?

Wo bleibt der städteplanerisch und verkehrstechnisch kreative Ansatz für das Gesamtbild, um Kleinostheim lebenswerter zu gestalten? Das Gesamtkonzept von Krippe, verlegtem Spielplatz, neuem Standort Wertstoffbehälter vor der Krippenzufahrt und der Brentanoschule ist nicht erkennbar.

Und: Sind die Erfahrungen und Wünsche von Träger („Pädagogisches Konzept“) und Elternbeirat mit eingeflossen? Wird Kompetenz vor Ort genutzt?

Diese Vorgehensweise kann nicht als transparent bezeichnet werden. Transparentes Vorgehen wäre, diesen Entwurf zu veröffentlichen und mit allen Beteiligten zu diskutieren, um eine gute Lösung zu erhalten.

Aber das hatten wir ja schon bei der unplausiblen Standortentscheidung Kinderkrippe: … und täglich …

Friedolf Bickel

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