Über die Bienenhaltung


Am 26. Juli gab Helmut Siegert (Vorstand im OV der Grünen in Kleinostheim) im Naturerlebnisgarten des LBV Kleinostheim einen Einblick in die Bewirtschaftung von Honigbienen. Den praktischen Umgang zeigte er anhand der Bienenbehausung (auch „Beute“ genannt).

Die modernen Beuten sind sog. Magazinbeuten, die sich aus mehreren Kästen („Zargen“) zusammensetzen: aus mindestens einer Brutzarge und einer Honigzarge. Die Brutzarge steht auf einem Boden, hier befindet sich das Einflugloch der Bienen; abgeschlossen wird die Beute durch einen isolierten Deckel. In den Zargen befinden sich Holzrähmchen, die entweder vollständig von den Arbeitsbienen mit Wachs ausgebaut werden oder sie erhalten eine Bauvorschrift vom Imker („Mittelwand“), so dass die Bienen dann nur noch die Brut- und Futterzellen bauen müssen – was erheblich Energie spart und die Honigernte entsprechend verbessert.

Neben den Brut- und Futterrähmchen gibt es weitere Rähmchen: Zusetzrahmen (bei einem Austausch der Königin), Zuchtrahmen (um aus jüngsten Larven Königinnen zu ziehen), Drohnenrahmen (damit Drohnenzellen gezielt hier von den Arbeitsbienen gebaut werden) und Futtertaschen (zur Fütterung von Ablegern). Mittels Brutableger gelingt es dem Imker, aus einer Futterwabe und einer Brutwabe (mit jüngster Brut) ein neues Volk zu schaffen. Solange es also Imker gibt, wird die Honigbiene nicht auf die rote Liste kommen – unter der Nebenbedingung, dass die entsprechende Nahrung („Tracht“) vorhanden ist, was leider nicht immer der Fall ist („Trachtlücken“).

Die moderne Imkerei, sei es als Bio-Imkerei oder konventionell, ist stets Bienenschonend. Während früher die (wilden) Bienenvölker zerstört werden mussten, um an den kostbaren Honig aus Baum- und Felsenhöhlen zu gelangen, kümmert sich heute der Imker („Volkswirt“) um seine Bienen: er gibt ihnen Wohnung, Nahrung und schaut nach ihrer Gesundheit – insbesondere nach der „Varroa-Milbe“.

Die Honigbiene ist ein Haustier, auch wenn sie nie gezähmt werden konnte und ihre Eigenarten bewahrte – aber sie benötigt die pflegende Hand des Menschen. Hierzu sind immer mehr an der Natur (oder dem Honig) Interessierte allerdings auch bereit. Die Projekte „Imkern auf Probe“ der  Bienenzuchtvereine in Kleinostheim und in Aschaffenburg-Damm haben sehr regen Zulauf, was hoffen lässt, dass die Honigbiene nicht aussterben wird – vorausgesetzt, wir meinen es wieder ernst … mit unserer Natur.

Dr. Helmut Siegert

Trotz tropischer Temperaturen fanden sich interessierte und neugierige ZuhörerInnen im LBV-Naturgarten ein. Auch für die Bienen kann das Wetter zum Problem werden.

Schlechter geht es den Insekten, die keine Betreuung durch einen Imker haben. Deshalb sollte man bei Trockenheit für Wildbienen, Hummeln, etc. Wasserschälchen in den Garten stellen … und generell viele blühende Pflanzen, Sträucher, Büsche und Bäume pflanzen.

https://www.maz-online.de/Lokales/Ostprignitz-Ruppin/Heiligengrabe/Bienen-kaempfen-mit-der-Trockenheit


Weitere Infos:
BUND Naturschutz: kleinen Wildbienenkunde
Bienenzuchtverein Kleinostheim

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