Ideen für ein sauberes Kleinostheim

„Nunkis“ vermüllen die Landschaft. Nunkis heißt „ Nacht- und Nebel kipper“, also „Müllsünder“.
Sie treiben ihr Unwesen am Containerplatz, im Wald, an der Autobahnauffahrt, bei LKW-Stellplätzen und auch auf den Äckern. Überall ist (Plastik-)Müll zu finden. Hierzu hatten wir anlässlich der Aktion „Sauberer Landkreis“ schon im Frühling einen ->Bericht geschrieben.

Regelmäßig melden sich Kleinostheimer*innen auch über unseren Grünen Kümmerkasten mit der Bitte, Lösungen zu entwickeln.

Höhere Strafen
Das grüne Baden-Württemberg hat eine Lösung: 2018 sind die Strafen gegen Müllsünder*innen deutlich erhöht worden: Wer eine Zigarettenkippe oder einen Kaugummi wegwirft, muss rund 100 Euro Strafe rechnen. Für Taschentücher, Bananenschalen, Hundehaufen oder Pappbecher werden zwischen 100 und 280 Euro fällig.

Überwachungs-Kameras
sind im öffentlichen Raum aus Gründen des Datenschutzes zu Recht nicht erlaubt und würden das Problem auch nur verlagern: Vom Containerplatz zu unüberwachten Bereichen.

Zivilcourage hilft
Zivilcourage hilft auf jeden Fall: Sprechen Sie die „Nunkis“ höflich, aber bestimmt an. Machen Sie Bilder und setzten Sie diese als Diskussionsgrundlage in die Sozialen Netze.

Mehr Kontrollen, mehr Mülleimer
Weiterhin ist aber auch die Gemeindeverwaltung am Zug: Zum einen sollte Sie besser kontrollieren und Müllsünder*innen intensiver ermitteln. Und ganz wichtig: An neuralgischen Punkten brauchen wir Mülleimer, zum Beispiel im Industriegebiet und an LKW-Stellplätzen. Auch mit einer Öffentlichkeitskampagne könnte man für Sensibilisierung sorgen („Gemeinsam für ein sauberes Kleinostheim“).
Und was spricht gegen ein Verbot von Einweggeschirr in Kleinostheim, von FastFood-Schachteln und Pappbechern?

Wir alle sind gefragt
Und zu guter Letzt sind wir alle am Zug: Wir alle sollten die Müllproblematik thematisieren, mit Leuten sprechen, uns an der Aktion „sauberer Landkreis“ beteiligen und beim Spazierengehen oder Joggen auch mal selbst Müll einsammeln („Plogging“). Auch das schafft Öffentlichkeit für das Thema. All die genannten Maßnahmen sind hilfreich für ein wenig Sauberkeit vor Ort – was wir doch alle wollen. Also sollten wir es auch gemeinsam anpacken.

Eine Bitte: Schreib uns bitte deine Meinung, deine Lösungen und Ideen auf Facebook oder hier in die Kommentare. (Und wer auf der Grünen Seite bis zum Ende liest, den muss man auch nicht bitten, Müll zu vermeiden und auch den Müll anderer mal aufzuheben.)

Olav Dornberg

Unser Bericht: Sauberer Landkreis vom Frühling 2019

Stuttgart schnappt mehr Müllsünder

Und hier noch unsere Glosse zum Orangenschalen-Rätsel (erschienen im Facebook und im Blättchen):

Das Kleinostheimer Orangenschalenrätsel
Kleinostheim birgt viele Geheimnisse. Tief im unterfränkischen Grenzland werden die Märchen und Mythen der Alteingesessen allabendlich an der Feuerschale von Generation zu Generation weitererzählt. Besonders unheimlich ist die Geschichte der vergessenen Orangenschalen. Immer wieder stolpern ahnungslose Spaziergänger auf der Hörsteiner Brücke über die rätselhafte Erscheinung. Wie aus dem Nichts tauchen die Schalen urplötzlich auf. Woher kommen sie? Wer oder was will uns damit ein Zeichen geben? Ist es etwa der sagenumwobene Apfelsinenbär, der bei Vollmond sein Unwesen treibt? Dann würden wir ihn gerne zur Rede stellen. Warum Orangen, warum kein regionales Produkt? Wählt er nur ungespritzte Exemplare? Oder ist ihm das am Ende egal? Und warum entsorgt er die Schalen nicht im Biomüll? Aber vielleicht steckt ja gar nicht der Apfelsinenbär dahinter? Vielleicht Isst ein Schulkind auf dem Heimweg einfach noch schnell sein Pausenbrot, bevor es von Mama die Leviten gelesen bekommt? Oder zwei junge Obstliebhaber treffen sich zum romantischen Rendezvous? Oder steckt gar die Orangenmafia dahinter, wie VerschwörungstheoretikerInnen vermuten? Wer kann das Rätsel der Orangenschalen auf der Hörsteiner Brücke lösen?
Wer die Antwort weiß, bekommt drei Orangen geschenkt. Natürlich aus Bioanbau und aus fairem Handel. Versprochen!
(Carla Diehl im Aug 2019)
PS: ein ernsthaftes Problem ist tatsächlich die Entsorgung von Müll im Wald, an den Containerplätzen und am Wegesrand.
Wie bekommen wir das in den Griff? Hast du Lösungsideen?


Anmerkung: Seit dem Erscheinen dieses Berichtes ist keine Orangenschale mehr gefunden worden. Vielleicht Zufall. Vielleicht wirkt es aber auch, über machen Themen einfach eine Glosse zu schreiben …

Link zum Facebook Beitrag „Orangenschalen-Glosse“

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